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Kultur erleben – der Pfaffenwinkel

Den Namen „Pfaffenwinkel“ erhielt die Region zwischen Lech und Loisach wegen der zahlreichen Klöster und Wallfahrtskirchen, so z. B. die Wallfahrtskirche in der Wies und in Vilgertshofen, sowie die Klosterkirchen in Ettal, Steingaden, Rottenbuch, Polling und Wessobrunn; in kaum einer anderen Region in Deutschland gibt es eine derartige Dichte an Klöstern. Aus der Region stammen auch die Stukkateure der Wessobrunner Schule.

Mit dem Namen „Wessobrunn“ ist auch das älteste christliche Gedicht in deutscher Sprache verbunden, das „Wessobrunner Gebet“, das heute in der Bayerischen Staatsbibliothek in München aufbewahrt wird. Am Wessobrunner Lindenplatz steht der 1875 errichtete Gedenkstein mit einer Wiedergabe des Textes, der um 814 verfasst worden ist. In einem lateinischen Büchlein hat der unbekannte Verfasser in seiner deutschen Muttersprache für seine germanische Umwelt das christliche Schöpfungsverständnis einer creatio ex nihilo als Zeichen göttlicher Herrlichkeit entworfen.

Nähere Information zum Pfaffenwinkel findet man z.B. auf der Homepage der Gemeinde Wessobrunn unter www.wessobrunn.de oder unter www.pfaffenwinkel.net.

Das erfuhr ich bei den Menschen als das erstaunlichste Wissen: dass die Erde nicht wahr noch das Firmament, weder Baum noch Berg, kein Stern und die Sonne nicht schien, noch der Mond leuchtete und das herrliche Meer nicht war.

Als da nichts existierte an Enden und Wenden Da war der eine allmächtige Gott, das freigebigste aller Wesen und bei ihm waren viele, herrliche Geister. Und Gott ist heilig.