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Kafka – ein „Proceß“ zwischen Mythos und Moderne

Literatur: Franz Kafka: Der Proceß
(nach der Kritischen Ausgabe herausgegeben von Hans-Gerd Koch, Frankfurt am Main 2009 (Fischer Taschenbuch Verlag)), TB 8,95 €
Termin: 9. – 12. Juli 2009
Leitung: Annegret Warneke, Hildesheim
Kosten (Unterkunft/Verpflegung): EZ 154,- €, DZ: 101,- € (Bettwäsche/Handtücher pauschal 10,- €)

Anmeldeschluss: Freitag, 25. Juni 2009

„Jemand mußte Josef K. verleumdet haben, denn ohne daß er etwas Böses getan hätte, wurde er eines Morgens verhaftet.“ Franz Kafkas (1883-1924) berühmte Exposition seines Romanfragments „Der Proceß“ konstatiert ein Rätsel und intoniert so die paradigmatisch behandelten Fragen des Textes nach Schuld und Gericht. Zwischen Mythos und Moderne schwankend werden diese Fragen potenziert, wenn es um die Erkenntnis eigener Schuld geht. Josef K. sieht sich mit einem gleichermaßen unheimlichen wie systematisch arbeitenden Rechtsapparat konfrontiert. Im Verlauf des Prozesses bleibt vieles rätselhaft und läuft doch unausweichlich auf eine Verurteilung des Angeklagten zu. Diesen zugegebenermaßen nicht ganz einfach zu verstehenden Text wollen wir unter anderem mit Hilfe biographischer Informationen und psychoanalytischer Deutungsmuster erschließen. Die Kenntnis der ersten drei Kapitel (Verhaftung; Gespräch mit Frau Grubach/ Dann Fräulein Brüstner; Erste Untersuchung) wird zu Beginn des Seminars vorausgesetzt.

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